England 1947: Der berühmte Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) ist mittlerweile 93 Jahre alt. Mit seiner neuen Haushälterin Mrs. Munro (Laura Linney) und deren elfjährigem Sohn Roger (Milo Parker) lebt er zurückgezogen auf seinem Landsitz in Sussex und kümmert sich um seine Bienen. Beunruhigt stellt das einstige Mastermind fest, dass ihn sein legendäres Gedächtnis langsam aber sicher im Stich lässt. Vor allem plagt ihn, dass er sich nicht mehr an den Fall erinnern kann, der ihn vor 30 Jahren dazu brachte, sich aus dem Detektivgeschäft zurückzuziehen. Er weiß nur noch, dass es um eine schöne Frau ging. Mehr und mehr gelangt Holmes zu der Überzeugung, dass er unbedingt herausfinden muss, was damals wirklich passiert ist. Und so macht Sherlock Holmes sich auf, seinen letzten großen Fall zu lösen.

In Bill Condons (BREAKING DAWN, GODS AND MONSTERS) Film spielt Ian McKellen (DER HERR DER RINGE, X-MEN) den gealterten Sherlock Holmes, der sein aufregendes Leben Revue passieren lässt. MR. HOLMES handelt von den Legenden, die sich um den Meisterdetektiv ranken und den ungeschminkten Wahrheiten, vom Alter und den Tücken der Erinnerung, von unbewältigter Schuld und der Chance, mit sich selbst ins Reine zu kommen.



Warum ist Sherlock Holmes auch heute noch eine so gern gesehene Figur in Filmen?

Das weiß ich nicht. Ich würde vermuten, dass es sich bei ihm um eine Erfindung handelt, die einen Nerv bei den Menschen getroffen hat. Ich kann mich nicht daran erinnern, irgendwann einmal nicht gewusst zu haben, wer Sherlock Holmes ist. Er war immer schon da. Das geht wohl vielen Leuten so - nicht nur Leuten, die englische Bücher lesen, womit die Geschichte von Holmes ja begann. Ich finde es interessant, dass er ganz eindeutig ein Mann seiner Zeit ist. Wenn man ihn aber aus seiner Zeit herausnimmt, bleibt er immer noch er selbst. Ich weiß nicht, warum er so beständig ist. Er ist ja keinesfalls eine besonders attraktive Person. Zeit würde man nicht unbedingt mit ihm verbringen wollen, oder? Ich jedenfalls nicht. Er hätte nichts zu einem zu sagen, er wäre nicht an einem interessiert, es sei denn, es gäbe einen Grund für sein Interesse. Er ist nicht freundlich, er ist nicht gesellig. Und trotzdem hat er etwas, das uns nachhaltig fasziniert.

Aber es muss doch riesigen Spaß machen, einen solchen Menschen zu spielen?

Ja, ich denke, es ist so, wie der kleine Junge Roger im Film zu Holmes sagt: „Mach dein Ding." Wir mögen dieses Ding, das er macht. Vielleicht ist es etwas, das wir alle lernen könnten. Ich habe Glück. Ich durfte zwei Versionen von Sherlock Holmes spielen. Ich spiele die Standardausgabe, wie man sich Holmes vorstellt, die Conan-Doyle-Variante, die John-Watson-Version. Und dann spiele ich noch einen von uns erfundenen Sherlock Holmes, der sich als wahrhaftiger und echter erweist als die traditionelle Variante. Wie der Film mit all dem spielt, und zwar im Stil einer Geschichte von Conan Doyle, macht die Sache so clever, finde ich. Wenn man nichts über den Film wüsste, würde man zunächst einmal sagen: Oh, das ist eine typische Sherlock-Holmes-Geschichte. Allerdings geht es bei uns um einen Mann, der sein eigenes Geheimnis lüften möchte.

Fühlten Sie sich angesprochen von dem Thema eines Mannes mit ungewöhnlich großem Verstand, der mit seinem Ende konfrontiert wird?

Wenn man 75 ist, interessiert einen das Alter sehr. Manche Menschen kommen nie in diesen Genuss - viele meiner Weggefährten sind schon lange tot. Manche hadern mit schrecklichen Krankheiten, andere erscheinen mir unsterblich. Jeder neue Tag ist ein Segen. Also stelle ich mir Sherlock Holmes einfach als alten Mann vor, der sich irgendwie durchschlägt - besser als die meisten anderen übrigens. Mir gefällt das letzte Bild. Man hat das Gefühl, dass er bereit ist für alles, was jetzt noch kommen mag. Und er hat sich das Recht verdient, endlich einfach nur dazusitzen.

Was hat Ihnen dabei geholfen, die Figur glaubwürdig zu spielen?

Das Make-up, glaube ich. Beide Make-ups, für den jungen Holmes und für den alten Holmes. Obwohl der Prozess ein anderer ist, wenn sie das Make-up für die jüngere Version anlegen. Ich brauchte mehr Make-up, um wie 60 auszusehen. Ich habe beispielsweise falsche Backen bekommen. Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so ging, aber wenn ich in den Spiegel blickte, sah ich immer den Schauspieler John Gielgud. Ich sah wirklich genauso aus wie er. Wenn jemand einen Film über John Gielgud schreiben sollte, sollte ich ihn spielen.

Hat es Ihnen Spaß gemacht, Sherlock Holmes zu sein?

Ja, sehr. Ich hätte ihn auch liebend gern in einer Adaption einer Geschichte von Conan Doyle gespielt, aber davon gibt es ja schon so viele. Wer braucht noch mehr Sherlock Holmes? Nun gut, es gibt Ausnahmen, weil man herausfinden will, wie der wahre Sherlock Holmes ist. Ich habe es genossen, wieder mit Bill arbeiten zu können und mit Laura Linney vor der Kamera zu stehen. Es war schön, dass viele meiner Freunde in MR. HOLMES mitspielten, Roger Allam zum Beispiel, der als Dr. Barrie zu sehen ist. Ich konnte fast während des kompletten Drehs bei mir Zuhause übernachten, was eher ungewöhnlich ist, wenn man einen Film dreht. Es werden nicht allzu viele Filme in London gedreht. Ich habe allerdings nicht geahnt, wie großartig der Film sein würde, bis ich ihn gesehen habe.





Hatten Sie nach GODS AND MONSTERS vor, erneut mit Ian McKellen zu arbeiten?

Ich war immer davon überzeugt, dass wir wieder einmal zusammen arbeiten werden. Besser gesagt, ich hatte es immer gehofft. Dann ist Ian auf einmal ein Megastar geworden, der in riesigen Projekten wie DER HERR DER RINGE und X-MEN mitspielte. Da kamen mir erste Zweifel und ich sagte mir, dass es wohl eher nicht mehr zu einer weiteren Zusammenarbeit kommen würde. Aber dann erhielt ich das Drehbuch zu MR. HOLMES und ich wusste: Das ist es! Ich schickte es sofort an Ian. Er las es und sagte: „Das ist eine Traumrolle!" Das war es, und damit ging es los. Aber das war bereits vor einigen Jahren!

Ian McKellen ist als 93-jähriger Holmes und als 60-jähriger Holmes zu sehen. Wie haben Sie seine Verwandlung erlebt?

Diese Art von Verwandlung gab es in unseren beiden gemeinsamen Filmen. Meiner Meinung nach hat es mit der Tradition zu tun, in der McKellen steht. Es soll nicht oberflächlich klingen, aber viele britische Schauspieler beginnen mit dem Äußeren. Sie fragen zuerst: „Wie sieht die Frisur aus? Welches Kostüm trage ich? Wie sehe ich aus?" Als wir sein Haar für die Rolle des James Whale (in GODS AND MONSTERS) am ersten Tag weiß färbten, gab es das Aha-Erlebnis: ‚Da ist er ja.’ Genauso war es bei MR. HOLMES: Als Ian am ersten Tag ins Make-up ging und danach das wunderbare Kostüm von Kostümbildner Keith Madden angezogen hatte, sah man ihn an – und da stand Sherlock vor uns.

Auch in Ihrem Film muss ein Rätsel gelöst werden. Es ist jedoch kein typisches Sherlock-Holmes-Rätsel. Können Sie uns Ihren Ansatz erklären?

Es ist ein sehr delikates Rätsel, in dem aber keine Leiche vorkommt. Als ich das Projekt in Angriff genommen und mich mit Drehbuchautor Jeffrey Hatcher zusammengesetzt habe, verbrachten wir unglaublich viel Zeit damit, das Geheimnis so zu gestalten, wie es schließlich sein sollte. Die Quintessenz war immer, dass Holmes etwas sehr Delikates über die Irrationalität der Welt herausfindet. Es ist quasi ein Anti-Sherlock-Holmes-Rätsel – doch in Wirklichkeit dann doch nicht. Wir wollten immer noch diese unverbrauchte Freude der Klassiker mit einbauen. Deshalb nahm die Arbeit auch mehrere Jahre in Anspruch. Ich glaube, dass es frustrierend wäre, wenn man in einen Holmes-Film geht und der letzte Fall nicht den Erwartungen gerecht wird. Als Beispiel würde ich hier MORD AN DER THEMSE anführen: Da sind die königliche Familie und Jack the Ripper involviert und alles muss immer noch größer und ausufernder sein. Die großen Handlungsbögen sind wichtig, genau wie in den neueren Filmen. Unser Film ist das genaue Gegenteil: sehr klein und intim.

Das letzte Rätsel besteht für ihn also darin, Frieden mit sich selbst zu schließen?

So kann man es ausdrücken. Er versteht selbst nicht so recht, was ihn antreibt, diesen einen Fall unbedingt lösen zu müssen. Aber er lastet schwer auf seinen Schultern, und er weiß nicht warum. Das eigentliche Rätsel ist Sherlock Holmes selbst, das fand ich so cool an dieser Geschichte. Es ist, als würde sich ein bestimmender Teil seiner Persönlichkeit für immer verabschieden, dabei aber eine Seite öffnen, die komplett unentwickelt ist: seine Fähigkeit zur Zuneigung, seine Fähigkeit zur Vorstellungskraft und Güte. Auf einmal kann er Verbindungen herstellen, zu denen er vorher nicht in der Lage gewesen wäre.






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3. Preis: Sherlock Holmes ermittelt
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Der blaue Karfunkel
Weihnachten in der Baker Street. Im Kropf einer Weihnachtsgans findet eine Hausfrau den „blauen Karfunkel“, einen berühmten Diamanten, der kurz zuvor einer Gräfin gestohlen wurde.

Das gesprenkelte Band
Der mysteriöse Tod einer jungen Dame wirft Fragen auf. Alle Fenster und Türen ihres Zimmers waren verschlossen, dennoch starb sie in der Nacht mit den Worten: „Es war das gesprenkelte Band!“ Natürlich nimmt Holmes das Zimmer genauestens unter die Lupe.


Arthur Conan Doyle
Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Der blaue Karfunkel & Das gesprenkelte Band
Ungekürzte Lesung mit Oliver Kalkofe --- 2 CDs, Laufzeit: 2h 7min
ISBN: 978-3-86717-914-0 | € 9,99 [D]* | € 11,20 [A]* | CHF 14,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Detailseite zum Hörbuch: randomhouse.de
Und hier der Link zur gesamten Reihe
Weitere Informationen unter: hoerverlag.de




Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schreiben Sie einfach eine Mail bis zum 31.12.15. an gewinnspiel@alamodefilm.de und nennen Sie uns eine beliebige Figur aus den Geschichten des Sherlock Holmes.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Preise sind nicht übertragbar. Mitarbeiter der beteiligten Firmen sowie Personen mit Wohnsitz im Ausland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme von automatisierten Gewinnspielservices ist untersagt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.





CAST
Sherlock HolmesIan McKellen
Mrs. MunroLaura Linney
RogerMilo Parker
Mr. UmezakiHiroyuki Sanada
Ann KelmotHattie Morahan
Thomas KelmotPatrick Kennedy
Sherlock Holmes im KinoNicholas Rowe
  
CREW
RegieBill Condon
ProduktionAnne Carey,
Iain Canning,
Emile Sherman
DrehbuchJeffrey Hatcher
BuchvorlageMitch Cullin
SchnittVirginia Katz
KameraTobias Schliessler
SzenenbildMartin Childs
KostümbildKeith Madden
MusikCarter Burwell